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Interview mit der Freedance-Formation "Rockin´ Delight" (Crazy Dancers im SV Mering e.V.)
Mich freute es besonders, dass sich die Mädels von "Rockin´ Delight" (Crazy Dancers im SV Mering e.V.) in ihrer Vorbereitunsphase zur Deutschen Meisterschaft 2009, Zeit nahmen, mir Rede und Antwort zu stehen.
Was ich sehr erfreulich fand, dass sich zwei der Trainerinnen (Alexandra Wandera und Judith Felch) ebenso bereit erklärt haben, die Fragen zu beantworten.
Jetzt wollen wir Euch aber nicht weiter auf die Folter spannen und legen gleich los!!!
Um Euch die Übersicht zu vereinfachen, wurden die Antworten farblich unterlegt.
Wie seid Ihr damals zum Rock´n´Roll-Tanzsport gekommen?
Martina: Durch eine Schulfreundin.Stefanie: Über meine Geschwister. Sie haben beide diese Sportart betrieben und es war quasi ein Muss, dass ich auch damit anfing.
Marcella: Durch meine Freundinnen Carina Penzkofer und Lisa Grätz, die damals schon getanzt haben. Das gefiel mir dann so gut, dass ich auch angefangen habe.
Alexandra: Ich wollte das schon ewig mal machen, aber es gab in unserer Nähe leider keinen Verein. Mit Ende der Lehre habe ich dann in Mering mit meinem damaligen Freund (jetzt Mann), angefangen.
Lisa: In der 3. Klasse Grundschule durch meine Freundin Carina Penzkofer.
Judith: Puh, das ist schon so lange her, ich glaub eine Freundin hat das damals gemacht, dann wollte ich auch..
Habt Ihr bereits vorher eine andere Sportarten betrieben?
Lisa: Ja, Ballett.
Alexandra: Ja, Turnen und Skifahren.
Marcella: Ja, ganz
viele. Ich habe vor Rock´n´Roll, Volleyball gespielt, da da die
Trainingszeiten dann doof verteilt waren, musste ich damit aufhören.
Ich habe noch geturnt und Tennis gespielt. Turnen habe ich aufgehört,
als ich mit Rock´n´Roll angefangen habe. Tennis spiele ich heute noch
gerne.
Judith: Ich war ein Tausendsassa, hab vieles mal ausprobiert,
wie Turnen, Ballet etc., beim Reiten und Rock n Roll bin ich aber dann
geblieben.
Martina: Ja, ich hab, seit ich klein bin Handball, gespielt. (Anmerkung: Und das sehr erfolgreich!)
Stefanie: Nein, ich habe bereits mit 5 Jahren angefangen Rock´n´Roll zu tanzen und habe davor noch das Laufen geübt.
Wie war es für Euch, nach der Teilnahme Eurer Formation in Rimini?
Alexandra: Wir wussten ja bereits durch die WM und EM letztes
Jahr, was auf uns zukommt. Von daher sind wir deutlich entspannter
hingefahren und haben die Tage genossen. Schade war nur, dass so wenige
Teams am Start waren und auch kaum Zuschauer
vor Ort waren, da das Turnier am Sonntag stattfand.
Judith: Erstmal war es toll mit der ganzen Mannschaft nach
Rimini zu fahren, schade wars, dass kaum Zuschauer da waren. Mit dem
Ergebnis war ich zufrieden, denn die Leistung, die gezeigt wurde, war
super.
Marcella: Eigentlich nicht anders als nach einem anderen Turnier.
Stefanie: Die Teilnahme am World Cup in Rimini fand ich sehr interessant und es war auch ein schönes Erlebnis (so direkt neben dem Meer).
Allerdings war es nicht sehr spektakulär dort, weil nur 6 Formationen
am Start waren und nur die eigenen Fans der Formationen das Publikum
vertraten, d.h. es war sehr wenig besucht.
Lisa: Des Tunier war richtig cool, auch die Erfahrung hat viel gebracht und des Tunier hat uns "zusammengeschweißt".
Martina: Die Fahrt war da
Hamma! Am Vortag gemütlich am Strand liegen und die Sonne genießen und
am nächsten Tag Turnier tanzen. Was gibt es schöneres? Die Teilnahme in
Rimini war für alle etwas ganz besonderes.
Mit dem Endergebnis zufrieden?
Marcella: Ich
persönlich war schon zufrieden, da wir alle unser bestes gegeben haben.
Der Platz war zwar deprimierend, aber es lag meiner Meinung nach (auch
wenn es offiziell nicht bewertet wird) v.a. an der zahl unserer
Tänzerinnen. Alle anderen hatten mehr Mädchen auf der Bühne, somit war
die Bühne besser "gefüllt."
Lisa: Das Ergebis hätte besser sein können. Das nächste Mal läuft es besser.
Alexandra: Wir hatten zwar mit dem Platz gerechnet, waren aber
zu diesem Zeitpunkt nicht ganz fit und kämpften mit Verletzungen. Ich
denke, wir hätten das schweizer Team schlagen können, wenn wir fit
gewesen wären. Für die Mädels war es ein tolles Wochenende. Wann kann
man schon an einem Turnierwochenende einen Tag am Meer verbringen?
Martina: Wir haben unser
Bestes geben, leider hat es nicht für mehr gereicht. Aber wir können
uns schon mehr wie glücklich schätzen, dass wir überhaupt teilnehmen
durften.
Stefanie: Mit unserer
Leistung bin ich zufrieden. Unsere Trainer meinten, dass wir schon seit
langem nicht mehr so gut getanzt haben und dass wir zufrieden sein
können, allerdings wäre ein Platz in den vorderen Rängen erfreulicher
gewesen.
Judith: Bei unseren Trainingsbedingungen (nur 2 mal Training pro
Woche, bei zu kleinen Hallen/Raumgrößen) ist es schon eine Leistung,
überhaupt international teilnehmen zu dürfen.
Wie läuft die Vorbereitung zur kommenden Deutschen Meisterschaft 2009?
Stefanie: Auf die DM
trainierten wir härter und mehr als zuvor, in der Choreographie wird
noch mal der letzte Feinschliff getätigt, Kondition aufgebaut und
nochmals die Grundtechnik verstärkt trainiert.
Marcella: Ich denke wir
geben und gaben die letzten Wochen unser bestes v.a. um Kondition
aufzubauen. Jeder hat versucht im Training da zu sein , doch während
der Urlaubseit ging das nicht immer.
Alexandra: Die läuft auf Hochtouren. Es wurde in den Ferien viel
mit den Mädels, die nicht im Urlaub waren, trainiert. Letzten Samstag
hatten wir mit einem sehr bekannten, externen Trainer ein
Sondertraining, welches den beiden Formationen in meinen Augen einiges
gebracht hat.
Martina: Die Vorbereitung
könnte besser laufen, da sich eine Tänzerin verletzt hat und wir nur zu
10 nach Hameln fahren. Gerade sind noch einige von Grippe geplagt.
Sonst läuft die Vorbereitung sehr gut.
Lisa: Gut, härteres Training und ein Trainingstag mit einem Trainer, wessen Name aber nicht verraten wird.
Judith: Bis auf Krankheits- und Verletzungsausfälle, die mir große Sorgen machen, ganz gut.
Hat sich Euer Training verändert?
Lisa: Ja, es ist härter geworden, mehr Konditionstraining, mehr Grundtechniktraining... find ich aber auch besser so!
Alexandra: Ja, es wurde mehr Grundtechnik und Sauberkeit
trainiert. Die Choreos wurden im Vergleich zum letzten Jahr von den
Figuren her etwas schneller gemacht. Aber es wurde auch einiges für die
Kondition gemacht. Leider trainieren wir in einem relativ kleinen Raum,
so dass wir selten auf Turniergröße trainieren können. Auch haben wir
derzeit keine Hilfsmittel wie Bänke oder Matten zur Verfügung.
Judith: Wir versuchen immer, an uns zu arbeiten, die Trainer wie
die Mädels, was andere vormachen, versuchen wir für uns zu nutzen. Also
schnelle Kicks, saubere Arme etc. Figuren oder Choreoelemente kommen
von uns.
Marcella: Ich finde wir
tranieren härter, da jeder auf der DM tanzen will. Im großen und ganzen
hat sich aber nicht wirklich etwas geändert.
Martina: Ja, der Hauptbestandteil vom Training ist gleich geblieben, aber wir haben in letzter Zeit mehr für Kondition und Kraft getan.
Stefanie: Direkt
verändert vom Trainingsaufbau würde ich nicht sagen, aber jeder
versucht sein Bestes zu zeigen und will dort zweimal auf die Bühne.
Ihr habt auf der NDM 2009 einen hervorragenden 2. Platz ertanzt? Was ist Euer Ziel für die DM?
Marcella: Wir werden,
wie gesagt, unser bestes geben. Schön wäre natürlich Finale mit einem
Träppchenplatz. Doch auch der 4. oder 5. Platz wäre gut.
Alexandra: Ein Treppchenplatz. Wenn das nicht klappt, dann
wollen wir zumindest so gut sein, dass wir die Nominierung für die WM
in Schaffhausen am 14.11. bekommen. Dafür benötigen wir auf alle Fälle
einen Platz unter den besten 4 Mädchenmannschaften.
Martina: Das Ziel ist
zufrieden vom „Platz“ zu gehen, weil man weiß, dass man sein bestes
geben hat. Eine Platzierung sich als Ziel zu stecken ist schwierig. Wir
wollen das Bestmöglichste rausholen und dass wir mit einem guten
Ergebnis nach Hause fahren können. Ein Treppchenplatz wäre natürlich
ein Traum!
Stefanie: Unser Ziel ist
es, ins Finale und an die vorderen Rängen ran zu kommen. Außerdem
erhoffen wir uns, wenn unsere Leistung stimmt, eine Qualifikation zur
WM 2009 in der Schweiz.
Lisa: Finale und hoffentlich wieder ein Treppchenplatz.
Judith: Die Qualifikation für die WM, außerdem eine ordentliche
Leistung zeigen, hinter der wir uns nicht verstecken müssen. Einmal im
Leben würden wir natürlich auch gern Deutscher Meister sein.
Was unterscheidet die Freedance Formation von einer „normalen“ Formation?
Alexandra: Dass meist nur Mädchen in einer Formation tanzen.
Die meisten Teams tanzen fast nur Einzelfiguren, d. h. es findet kaum
ein Paartanz statt.
Martina: Bis auf das wir keine Jungs haben, keinen.
Judith: Naja, international gesehen, ganz eindeutig das
Geschlecht, da heißt es ja auch Girls bzw Ladies Formation. Ansonsten
natürlich das Fehlen großer Akrobatiken, bei uns gibt es einfach andere
Kräfteverhältnisse. Allerdings wird dafür viel mehr Schwierigkeit in
die Choreo gelegt.
Ein paar abschließende Worte von Euch?
Lisa: ... Rock´n´Roll ist und bleibt der beste Sport der Welt.
Marcella: Bitte Daumendrücken für die DM...
Alexandra:Ich hoffe, dass wir mit der Vergabe der neuen
Hallenzeiten bessere Hallen und mehr Trainingszeiten
bekommen und dann auch dementsprechend besser und gezielter fürs
nächste Jahr trainieren können. Den Mädels wünsche ich für die DM ein
schönes, erfolgreiches und verletzungsfreis Turnier.
Stefanie: Hoffentlich können wir unsere Ziele in dieser Saison verwirklichen. Also, denkt an uns am 02.10.2009!!!
Judith: keep on rockin!!!
Eine abschließende Frage an Alexandra und Judith, die mich besonders interessiert:
Mädchen sind ja bekannt dafür, wie soll ich es sagen, \"schwierig\" zu sein. Trifft das bei Euch zu?
Alexandra: Streit gibt es selten, hin und wieder wird mal ein
wenig gezickt, aber ich denke, das ist bei einer gemischten Formation
nicht anders.
Judith: Wir sind ein Team, klar gibt es
Meinungsverschiedenheiten, schließlich hat jeder ein Recht auf eine
eigene Meinung, aber bisher haben wir es noch immer geschafft, uns zu
einigen.
Ich möchte mich nochmals bei Euch für die Zeit und Beantwortung der
Fragen bedanken! Ich wünsche Euch gutes Gelingen auf der Deutschen
Meisterschaft. Genießt die Zeit auf der Bühne!!!
Marco
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