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Bericht von Cathrin und Felix
Ich habe Cathrin und Felix gebeten, ein paar Eindrücke zur Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft 2009 und das Turnier selbst, niederzuschreiben, die wir dann hier veröffentlichen können.
Vielen Dank hierfür!
Die Vorbereitung war für uns nicht ganz ohne, da wir eine neue Fusstechnik haben wollten und Evi eigentlich gesagt hatte, dass sie nichts mehr machen will. Zuerst haben wir gedacht uff, das wird schwer. Aber dank der Überredungskunst meiner Mum und unsererseits hat sich Evi doch noch einmal breitschlagen lassen, mit uns zusammen die neue Fusstechnik zu erarbeiten. Die Akrobatik haben wir ebenfalls teilweise ausgetauscht bzw. aufgestockt. Dann wurde die Zeit recht schnell knapp bis zur Deutschen, um das Ergebnis etwas reifen zu lassen, so wie es eigentlich notwendig ist, um sich in seinem Programm und seiner Haut wohl zu fühlen. Die Akrobatik haben wir zusammen mit Mathias Ullrich und Verena Baumann und unserem Trainer in München Thomas Reckwald erarbeitet. Wir hatten auch das Glück, dass wir teilweise mit Jens und Marina (A-Klasse, 2. Platz) trainiert haben und der Andy Wolf uns hier und da kleine Tipps geben konnte.
So richtig angefangen mit der Vorbereitung haben wir erst ca. 4 bis 5 Wochen vor der Deutschen. Also Durchtanzen, Durchtanzen und nochmals Durchtanzen, oftmals auch ohne Trainer oder ganz alleine in der Halle stehen. Da ist es natürlich nicht ganz so einfach sich zu motivieren und Leistung zu bringen. Mir persönlich hat es sehr geholfen, dass ich an unseren schärfsten Konkurrenten gedacht habe, an Mario und Katha, und mir gesagt habe, verdammt, die trainieren bestimmt noch härter als ich… das hat mich persönlich sehr angespornt. Jeden Tag, ca. 3 Wochen vor der Deutschen, habe ich angefangen, das Turnier und den Ablauf im Kopf durchzugehen. Das heisst, die Vorrunde, die Zwischenrunde und die Endrunde in meinem Kopf zu tanzen und mir jeweils dabei mein Programm, meine Blickpunkte und die Kicks, bzw. die Arme, wie sie wann zu sein haben, vorzustellen. Natürlich auch immer wieder wie wir ganz oben auf dem Treppchen stehen.
Ca. 2 Wochen vor dem Turnier habe ich mir das damalige Endrundenlied von Mario besorgt und es mir mehrmals pro Tag angehört. Das hat mich sehr angespornt, noch mehr Gas im Training zu geben. Man muss dazu sagen, dass Cathrin uns ich 100km von einander entfernt wohnen, sie in München und ich in Ingolstadt. Wegen ihrer beruflichen Verpflichtung und den Aufgaben als Vorsitzende ihres Vereines und meiner schulischen Verpflichtung (Ausbildung zum Physiotherapeuten) haben wir es nicht immer geschafft, so oft zu trainieren wie wir wollten. Aber wir hatten uns in den Kopf gesetzt, Deutscher Meister zu werden und dann darf man auch mal mit schweren Augenliedern in der Früh nach einem harten Training aufstehen und nicht ganz so motiviert auf den anstehenden Alltag sein.
Das Turnier selbst war für uns einfach nur sehr schön. Der ausrichtende Verein hat ganze Arbeit geleistet und sich eine tolle Halle ausgesucht und eine noch bessere Veranstaltung durchgeführt. Zum Turnier sind wir mit einem großen Bus gefahren, in dem ein großer Teil des Vereins mitgefahren ist. Die Stimmung war dementsprechend ausgelassen und fröhlich gewesen.
Wir hatten das große Glück, dass sowohl Evi als auch Mathias und Verena da waren um uns zu unterstützen, uns in den richtigen Momenten zu motivieren oder zu beruhigen. Die Vorrunden waren nicht besonders gut, die Zwischenrunde schon besser und zum Finale hin hat dann fast alles perfekt geklappt. Im Nachhinein sehen wir natürlich immer Fehler und Wackler, aber zum damaligen Zeitpunkt waren wir nach der Akroendrunde einfach nut tierisch glücklich, alles fehlerfrei durchgebracht zu haben. Uns kam es so vor, als wurden wir das ganze Turnier über „gedopt“, von all den Leuten in der Halle, von unseren Freunden und Vereinskollegen, die uns jede Runde wieder ein kleines Stückchen mehr an Motivation rausgekitzelt haben mit ihrem Applaus, oder weil sie einfach nur da waren. Wir beide haben so etwas noch nie erlebt, dass diese Begeisterung, die Cathrin und ich beim Tanzen verspüren, so auf das Publikum übergesprungen ist und uns unglaublich gepusht hat. Als wir dann bei der Siegerehrung vor Bekanntgabe der Ergebnisse standen, war es die absolute Anspannung für uns, da wir wussten, dass die Entscheidung höchstwahrscheinlich sehr eng werden würde. Ich habe von Mathias gehört, dass Mario und Katha eine sehr gute Runde hingelegt hatten und sich im Vergleich zum letzten Jahr noch mal gesteigert haben. Und als dann nur noch wir zwei Paare auf der Fläche standen und der Deutsche Vize gleich verkündet werden sollte, rutschte mein Herz in die Hose, vor allem weil man die Namen von Katarina und Cathrin nicht sofort unterscheiden konnte, dachten wir, dass zuerst wir aufgerufen worden wären und die Freude war einfach überwältigend, als wir begriffen hatten, dass wir es geschafft hatten und Sieger waren. Ich fand die Reaktion von Mario und Katha mehr als nur sportlich, sie zeigten sich als unglaublich gute „Verlierer“, wobei man von Verlierern wirklich nicht sprechen kann, weil sie den Titel genauso wie wir verdient hätten. Sie sind einfach sehr gute Sportler und jetzt auch, so meine ich, Freunde geworden. Zusammen haben wir nun auch schon mit der Nationalmannschaft trainieren dürfen und mit diesem Paar in der Halle zu stehen macht einfach Spass und ist für mich sehr sehr motivierend… Ich glaube, Cathrin und ich sind uns einig, wir werden weiterhin mit Mario und Katha um die Spitze kämpfen wollen, ebenso mit all den anderen Paaren. Kämpfen auf dem Turnier, während den Runden, aber feiern und helfen neben der Tanzfläche, so wie es Sportler nun mal tun sollten.
Vielen Dank für diese Eindrücke und weiterhin viel Erfolg!
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Liebe Cathrin - lieber Felix,
dieser Aritkel ist genau wie Ihr - einfach natürlich und sympatisch!
LG Tina
Nochmal vielen Dank an Euch Beide für den Bericht!