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Interviews


  • Ein sehr symphatisches Schülerpaar...

    Kerstin Gunesch und Mathias Neuner, beide äußerst symphatisch und auf dem "Boden" geblieben.


    Als wir von RockzTube.de bei Kerstin und Mathias anfragten, war die spontane Antwort, dass sie gerne bereit sind, sich einigen Fragen zu stellen.

    Wir wollen Euch nicht weiter auf die Folter spannen und lassen Kerstin und Mathias sprechen:

    "Vielen Dank, Kerstin und Mathias, dass Ihr Euch Zeit genommen habt, ein paar Fragen zu beantworten:


    Wie seid Ihr zu diesem Award gekommen? Wurdet Ihr eingeladen?

    Kerstin: Die haben bei Familie Neuner angerufen und gefragt, ob wir mitmachen wollen.
    Mathias: Nachdem das Format der Sendung feststand und sie im Paartanz Rock´n´Roll aufnahmen, haben sie uns im Internet, ich schätze mal in Rockztube, gesehen. Daraufhin haben sie bei uns angerufen. Ich konnte es anfangs gar nicht glauben, dass wir zu KIKA nach Erfurt fahren und dort zeigen dürfen was wir können.


    Hättet Ihr damit gerechnet, dass Ihr am Ende gewinnt?

    Kerstin: Nein, da die anderen auch sehr gut waren.
    Mathias: Nein – da wir die Teilnehmer der anderen Tanzstile und deren Leistungen nur aus den Bewerbungsvideos kannten, wussten wir nicht wirklich was da auf uns zu kam. Vor allem unsere Runde „Paartanz“ war mit den Standard/Latein-Tänzern stark besetzt. Dann kam auch noch dazu, dass ca. 15 Tage davor, Kika bei uns anrief und uns mitteilte, dass wir 2 verschiedene Tanzdarbietungen von je 2 Minuten und 2 Tänze von je 1,5 Minuten brauchen. Das war Stress pur. In der Kürze der Zeit noch verschiedene Vorspänne einstudieren usw.


    Was war eines der besonderen Erlebnisse bei dem KIKA-Sieg?

    Kerstin: Diesen tollen Pokal zu gewinnen und mit den anderen bei KIKA noch zu feiern.
    Mathias: Mich hat Kerstin sehr berührt, da sie bei unserem Sieg gezeigt hat, dass sie sich so richtig freut und dabei schossen ihr die Tränen über die Wangen. Denn sie ist sonst immer etwas zurückhaltend mit ihren Gefühlen und weiß oft nicht wie sie es zeigen soll, dass sie sich über einen Sieg richtig freuen kann.

    War der Gewinn des KIKA-Tanz-Awards genauso schön, wie der Deutsche Meistertitel???

    Kerstin: Jeder Sieg war ein tolles Erlebnis, aber nicht miteinander zu vergleichen.
    Mathias: Die Deutsche Meisterschaft war ein ganz besonderes Turnier und Erlebnis für mich, da dieses Turnier ja in Landsberg war. Viele meiner Freunde und Verwandte hatten da die Möglichkeit mich mal live zu erleben. Hier auch noch zu gewinnen und den Wanderpokal dann auch noch von meiner Schwester Annalena und Stefan überreicht zu bekommen, war ein super tolles Gefühl.
    Den Tanzaward zu gewinnen, ist natürlich auch ein Mega-Erlebnis gewesen, da man ja auch vor Fernsehpublikum tanzt, die Rock´n´Roll noch nie gesehen haben. Hier war mir bzw. uns sehr wichtig, dass wir als Vertreter unserer Sportart, diese populärer und interessant für viele Kinder machen können.
    Hier nur ein Erlebnis nach unserem Gewinn: Da kam eine Mutter mit ihrer ca. 7-jährigen Tochter auf uns zu und fragte, ob sie ein Bild von uns machen könnte und sie sucht jetzt in Erfurt nach einem Verein der Rock´n`Roll anbietet, da das Mädchen und sie von dieser Sportart sehr begeistert sind. Auch andere Kinder im Publikum sagten, Wow- dass macht richtig Spaß euch zuzugucken.


    Ihr seid momentan eines der besten deutschen Schülerpaare, wenn nicht sogar das beste Schülerpaar. Wie oft müsst Ihr trainieren, um konstante Leistung zu bringen?


    Kerstin: Normalerweise trainieren wir 3 x die Woche und wenn ein ganz großes Turnier ansteht sogar 4 x die Woche. Trainiert werden wir hauptsächlich von Tobias Planer und Ingrid + Roland Stockmaier.
    Mathias: Standardmäßig trainieren wir 3 x die Woche. Vor großen Turnieren wie WM oder Ranglistenturnieren ist auch mal ein Extra-Training drin. Unser Haupttrainer ist Tobias Planer. Wenn Tobias keine Zeit hat, da er auch selbst trainieren muss, dann werden wir von Ingrid und Roland Stockmaier trainiert oder Kerstin und ich trainieren alleine.
    Für unseren Kika-Tanzauftritt wurden wir von Ingrid und Roland Stockmaier und Miriam Glaß trainiert. Danke auch an unsere Trainer für ihre Hilfe und Unterstützung, da wir in der Sendung nicht dazu kamen uns bei ihnen zu bedanken.

    Was habt Ihr Euch international vorgenommen?

    Kerstin: Dass wir ganz weit vorkommen. Weltmeister zu werden, wie Tobias Planer damals, wäre natürlich super...
    Mathias: Am 17. September steht die Weltmeisterschaft in Sofia/Bulgarien an. Hier ist unser Ziel, wie im Vorjahr, ins Finale zu kommen. Aber heute darüber zu sprechen ist noch schwierig, da es auch viel von der Tagesform und auch vom Starterfeld abhängt. Wir lassen uns mal überraschen. Aber eins ist klar, wir werden Deutschland mit all unserer Kraft vertreten. Schade ist nur, dass zeitgleich die Norddeutsche Meisterschaft stattfindet. Vielleicht wäre es in Zukunft machbar, dass man sich bei derart großen Ranglistenturnieren abstimmt, dass diese nicht gleichzeitig mit internationalen Turnieren ausgetragen werden.

    Macht Ihr noch andere Sportarten, um Euer Rock´n´Roll-Training zu verbessern?

    Kerstin: Ich gehe öfters joggen oder schwimmen, um meine Kondition aufzubauen.
    Mathias: Ich spiele noch Tennis im Verein. Im Winter fahre ich sehr gerne Ski. Um meine Kondition zu verbessern springe ich öfters auf einem großen Trampolin.

    Was macht Ihr in Eurer Freizeit?


    Kerstin: Ich gehe gerne shoppen und ins Schwimmbad oder treffe mich mit Freundinnen. 
    Mathias: In meiner Freizeit, sollte gerade keine Schule oder Training sein, verbringe ich viel meiner Zeit mit meinem kleinen Bruder Maxi oder treffe mich mit Freunden.


    Wo seht Ihr Euch in, sagen wir mal, fünf Jahren?

    Kerstin: Da müssten wir ja schon in der C-Klasse sein.
    Mathias: Für heuer wollen wir erst mal die Schülerklasse beenden und dann wollen wir in die Juniorenklasse aufsteigen. Nach diesen 3 Jahren muss man sehen, ob Schule/Beruf die Zeit für die C-Klasse noch gibt.


    Wem habt Ihr Euren Erfolg, außer Eurer eigenen Leistung, zu verdanken?

    Kerstin: Unsere Eltern, da sie immer zu uns standen und für uns da waren bzw. sind und unserem Trainer Tobias Planer.
    Mathias: Meinen Eltern, da sie grundsätzlich immer versuchen uns bei den Turnieren zu begleiten und uns unterstützen. Natürlich einen großen Dank an unsere Trainer, Tobias Planer, ohne ihn würden wir nicht da stehen, wo wir jetzt sind und an Ingrid + Roland Stockmaier für die tolle Unterstützung beim Training und auf den Turnieren. Auch meiner Schwester Annalena möchte ich danken, da ich durch sie zum Rock´n´Roll kam und wir auch ab und zu zusammen trainieren.


    Wie findet ihr „Rockztube“

    Kerstin: Super – da man sich über Jahre hinweg die Küren der verschiedenen Tänzer anschauen kann.
    Mathias: Eine tolle Plattform – macht so weiter!!!!


    Vielen Dank für die vielen und offenen Worte. Wir wünschen Euch weiterhin viel Erfolg und vielleicht klappts ja mit dem Weltmeistertitel 2011!"


    @Marco

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  • Bericht von Cathrin und Felix

    Ich habe Cathrin und Felix gebeten, ein paar Eindrücke zur Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft 2009 und das Turnier selbst, niederzuschreiben, die wir dann hier veröffentlichen können.

    Vielen Dank hierfür!


    Die Vorbereitung war für uns nicht ganz ohne, da wir eine neue Fusstechnik haben wollten und Evi eigentlich gesagt hatte, dass sie nichts mehr machen will. Zuerst haben wir gedacht uff, das wird schwer. Aber dank der Überredungskunst meiner Mum und unsererseits hat sich Evi doch noch einmal breitschlagen lassen, mit uns zusammen die neue Fusstechnik zu erarbeiten. Die Akrobatik haben wir ebenfalls teilweise ausgetauscht bzw. aufgestockt. Dann wurde die Zeit recht schnell knapp bis zur Deutschen, um das Ergebnis etwas reifen zu lassen, so wie es eigentlich notwendig ist, um sich in seinem Programm und seiner Haut wohl zu fühlen. Die Akrobatik haben wir zusammen mit Mathias Ullrich und Verena Baumann und unserem Trainer in München Thomas Reckwald erarbeitet. Wir hatten auch das Glück, dass wir teilweise mit Jens und Marina (A-Klasse, 2. Platz) trainiert haben und der Andy Wolf uns hier und da kleine Tipps geben konnte. 

    So richtig angefangen mit der Vorbereitung haben wir erst ca. 4 bis 5 Wochen vor der Deutschen. Also Durchtanzen, Durchtanzen und nochmals Durchtanzen, oftmals auch ohne Trainer oder ganz alleine in der Halle stehen. Da ist es natürlich nicht ganz so einfach sich zu motivieren und Leistung zu bringen. Mir persönlich hat es sehr geholfen, dass ich an unseren schärfsten Konkurrenten gedacht habe, an Mario und Katha, und mir gesagt habe, verdammt, die trainieren bestimmt noch härter als ich… das hat mich persönlich sehr angespornt. Jeden Tag, ca. 3 Wochen vor der Deutschen, habe ich angefangen, das Turnier und den Ablauf im Kopf durchzugehen. Das heisst, die Vorrunde, die Zwischenrunde und die Endrunde in meinem Kopf zu tanzen und mir jeweils dabei mein Programm, meine Blickpunkte und die Kicks, bzw. die Arme, wie sie wann zu sein haben, vorzustellen. Natürlich auch immer wieder wie wir ganz oben auf dem Treppchen stehen.

    Ca. 2 Wochen vor dem Turnier habe ich mir das damalige Endrundenlied von Mario besorgt und es mir mehrmals pro Tag angehört. Das hat mich sehr angespornt, noch mehr Gas im Training zu geben. Man muss dazu sagen, dass Cathrin uns ich 100km von einander entfernt wohnen, sie in München und ich in Ingolstadt. Wegen ihrer beruflichen Verpflichtung und den Aufgaben als Vorsitzende ihres Vereines und meiner schulischen Verpflichtung (Ausbildung zum Physiotherapeuten) haben wir es nicht immer geschafft, so oft zu trainieren wie wir wollten. Aber wir hatten uns in den Kopf gesetzt, Deutscher Meister zu werden und dann darf man auch mal mit schweren Augenliedern in der Früh nach einem harten Training aufstehen und nicht ganz so motiviert auf den anstehenden Alltag sein.


    Das Turnier selbst war für uns einfach nur sehr schön. Der ausrichtende Verein hat ganze Arbeit geleistet und sich eine tolle Halle ausgesucht und eine noch bessere Veranstaltung durchgeführt. Zum Turnier sind wir mit einem großen Bus gefahren, in dem ein großer Teil des Vereins mitgefahren ist. Die Stimmung war dementsprechend ausgelassen und fröhlich gewesen.

    Wir hatten das große Glück, dass sowohl Evi als auch Mathias und Verena da waren um uns zu unterstützen, uns in den richtigen Momenten zu motivieren oder zu beruhigen. Die Vorrunden waren nicht besonders gut, die Zwischenrunde schon besser und zum Finale hin hat dann fast alles perfekt geklappt. Im Nachhinein sehen wir natürlich immer Fehler und Wackler, aber zum damaligen Zeitpunkt waren wir nach der Akroendrunde einfach nut tierisch glücklich, alles fehlerfrei durchgebracht zu haben. Uns kam es so vor, als wurden wir das ganze Turnier über „gedopt“, von all den Leuten in der Halle, von unseren Freunden und Vereinskollegen, die uns jede Runde wieder ein kleines Stückchen mehr an Motivation  rausgekitzelt haben mit ihrem Applaus, oder weil sie einfach nur da waren. Wir beide haben so etwas noch nie erlebt, dass diese Begeisterung, die Cathrin und ich beim Tanzen verspüren, so auf das Publikum übergesprungen ist und uns unglaublich gepusht hat. Als wir dann bei der Siegerehrung vor Bekanntgabe der Ergebnisse standen, war es die absolute Anspannung für uns, da wir wussten, dass die Entscheidung höchstwahrscheinlich sehr eng werden würde. Ich habe von Mathias gehört, dass Mario und Katha eine sehr gute Runde hingelegt hatten und sich im Vergleich zum letzten Jahr noch mal gesteigert haben. Und als dann nur noch wir zwei Paare auf der Fläche standen und der Deutsche Vize gleich verkündet werden sollte, rutschte mein Herz in die Hose, vor allem weil man die Namen von Katarina und Cathrin nicht sofort unterscheiden konnte, dachten wir, dass zuerst wir aufgerufen worden wären und die Freude war einfach überwältigend, als wir begriffen hatten, dass wir es geschafft hatten und Sieger waren. Ich fand die Reaktion von Mario und Katha mehr als nur sportlich, sie zeigten sich als unglaublich gute „Verlierer“, wobei man von Verlierern wirklich nicht sprechen kann, weil sie den Titel genauso wie wir verdient hätten. Sie sind einfach sehr gute Sportler und jetzt auch, so meine ich,  Freunde geworden. Zusammen haben wir nun auch schon mit der Nationalmannschaft trainieren dürfen und mit diesem Paar in der Halle zu stehen macht einfach Spass und ist für mich sehr sehr motivierend… Ich glaube, Cathrin und ich sind uns einig, wir werden weiterhin mit Mario und Katha um die Spitze kämpfen wollen, ebenso mit all den anderen Paaren. Kämpfen auf dem Turnier, während den Runden, aber feiern und helfen neben der Tanzfläche, so wie es Sportler nun mal tun sollten.


    Vielen Dank für diese Eindrücke und weiterhin viel Erfolg!


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  • Interview mit der Freedance-Formation "Rockin´ Delight" (Crazy Dancers im SV Mering e.V.)

    Interview

    ...Rock´n´Roll ist und bleibt der beste Sport der Welt...

    Mich freute es besonders, dass sich die Mädels von "Rockin´ Delight" (Crazy Dancers im SV Mering e.V.) in ihrer Vorbereitunsphase zur Deutschen Meisterschaft 2009, Zeit nahmen, mir Rede und Antwort zu stehen.

    Was ich sehr erfreulich fand, dass sich zwei der Trainerinnen (Alexandra Wandera und Judith Felch) ebenso bereit erklärt haben, die Fragen zu beantworten.

    Jetzt wollen wir Euch aber nicht weiter auf die Folter spannen und legen gleich los!!!

    Um Euch die Übersicht zu vereinfachen, wurden die Antworten farblich unterlegt.


    Wie seid Ihr damals zum Rock´n´Roll-Tanzsport gekommen?

    Martina: Durch eine Schulfreundin.
    Stefanie: Über meine Geschwister. Sie haben beide diese Sportart betrieben und es war quasi ein Muss, dass ich auch damit anfing.
    Marcella: Durch meine Freundinnen Carina Penzkofer und Lisa Grätz, die damals schon getanzt haben. Das gefiel mir dann so gut, dass ich auch angefangen habe.
    Alexandra: Ich wollte das schon ewig mal machen, aber es gab in unserer Nähe leider keinen Verein. Mit Ende der Lehre habe ich dann in Mering mit meinem damaligen Freund (jetzt Mann), angefangen.
    Lisa: In der 3. Klasse Grundschule durch meine Freundin Carina Penzkofer.
    Judith: Puh, das ist schon so lange her, ich glaub eine Freundin hat das damals gemacht, dann wollte ich auch..

    Habt Ihr bereits vorher eine andere Sportarten betrieben?

    Lisa: Ja, Ballett.
    Alexandra: Ja, Turnen und Skifahren.
    Marcella: Ja, ganz viele. Ich habe vor Rock´n´Roll, Volleyball gespielt, da da die Trainingszeiten dann doof verteilt waren, musste ich damit aufhören. Ich habe noch geturnt und Tennis gespielt. Turnen habe ich aufgehört, als ich mit Rock´n´Roll angefangen habe. Tennis spiele ich heute noch gerne.
    Judith: Ich war ein Tausendsassa, hab vieles mal ausprobiert, wie Turnen, Ballet etc., beim Reiten und Rock n Roll bin ich aber dann geblieben.
    Martina: Ja, ich hab, seit ich klein bin Handball, gespielt. (Anmerkung: Und das sehr erfolgreich!)
    Stefanie: Nein, ich habe bereits mit 5 Jahren angefangen Rock´n´Roll zu tanzen und habe davor noch das Laufen geübt.

    Wie war es für Euch, nach der Teilnahme Eurer Formation in Rimini?

    Alexandra: Wir wussten ja bereits durch die WM und EM letztes Jahr, was auf uns zukommt. Von daher sind wir deutlich entspannter hingefahren und haben die Tage genossen. Schade war nur, dass so wenige Teams am Start waren und auch kaum Zuschauer vor Ort waren, da das Turnier am Sonntag stattfand.
    Judith: Erstmal war es toll mit der ganzen Mannschaft nach Rimini zu fahren, schade wars, dass kaum Zuschauer da waren. Mit dem Ergebnis war ich zufrieden, denn die Leistung, die gezeigt wurde, war super.
    Marcella: Eigentlich nicht anders als nach einem anderen Turnier.
    Stefanie: Die Teilnahme am World Cup in Rimini fand ich sehr interessant und es war auch ein schönes Erlebnis (so direkt neben dem Meer). Allerdings war es nicht sehr spektakulär dort, weil nur 6 Formationen am Start waren und nur die eigenen Fans der Formationen das Publikum vertraten, d.h. es war sehr wenig besucht.
    Lisa: Des Tunier war richtig cool, auch die Erfahrung hat viel gebracht und des Tunier hat uns "zusammengeschweißt".
    Martina: Die Fahrt war da Hamma! Am Vortag gemütlich am Strand liegen und die Sonne genießen und am nächsten Tag Turnier tanzen. Was gibt es schöneres? Die Teilnahme in Rimini war für alle etwas ganz besonderes.

    Mit dem Endergebnis zufrieden?

    Marcella: Ich persönlich war schon zufrieden, da wir alle unser bestes gegeben haben. Der Platz war zwar deprimierend, aber es lag meiner Meinung nach (auch wenn es offiziell nicht bewertet wird) v.a. an der zahl unserer Tänzerinnen. Alle anderen hatten mehr Mädchen auf der Bühne, somit war die Bühne besser "gefüllt."
    Lisa: Das Ergebis hätte besser sein können. Das nächste Mal läuft es besser.
    Alexandra: Wir hatten zwar mit dem Platz gerechnet, waren aber zu diesem Zeitpunkt nicht ganz fit und kämpften mit Verletzungen. Ich denke, wir hätten das schweizer Team schlagen können, wenn wir fit gewesen wären. Für die Mädels war es ein tolles Wochenende. Wann kann man schon an einem Turnierwochenende einen Tag am Meer verbringen?
    Martina: Wir haben unser Bestes geben, leider hat es nicht für mehr gereicht. Aber wir können uns schon mehr wie glücklich schätzen, dass wir überhaupt teilnehmen durften.
    Stefanie: Mit unserer Leistung bin ich zufrieden. Unsere Trainer meinten, dass wir schon seit langem nicht mehr so gut getanzt haben und dass wir zufrieden sein können, allerdings wäre ein Platz in den vorderen Rängen erfreulicher gewesen.
    Judith: Bei unseren Trainingsbedingungen (nur 2 mal Training pro Woche, bei zu kleinen Hallen/Raumgrößen) ist es schon eine Leistung, überhaupt international teilnehmen zu dürfen.

    Wie läuft die Vorbereitung zur kommenden Deutschen Meisterschaft 2009?

    Stefanie: Auf die DM trainierten wir härter und mehr als zuvor, in der Choreographie wird noch mal der letzte Feinschliff getätigt, Kondition aufgebaut und nochmals die Grundtechnik verstärkt trainiert.
    Marcella: Ich denke wir geben und gaben die letzten Wochen unser bestes v.a. um Kondition aufzubauen. Jeder hat versucht im Training da zu sein , doch während der Urlaubseit ging das nicht immer.
    Alexandra: Die läuft auf Hochtouren. Es wurde in den Ferien viel mit den Mädels, die nicht im Urlaub waren, trainiert. Letzten Samstag hatten wir mit einem sehr bekannten, externen Trainer ein Sondertraining, welches den beiden Formationen in meinen Augen einiges gebracht hat.
    Martina: Die Vorbereitung könnte besser laufen, da sich eine Tänzerin verletzt hat und wir nur zu 10 nach Hameln fahren. Gerade sind noch einige von Grippe geplagt. Sonst läuft die Vorbereitung sehr gut.
    Lisa: Gut, härteres Training und ein Trainingstag mit einem Trainer, wessen Name aber nicht verraten wird.
    Judith: Bis auf Krankheits- und Verletzungsausfälle, die mir große Sorgen machen, ganz gut.

    Hat sich Euer Training verändert?

    Lisa: Ja, es ist härter geworden, mehr Konditionstraining, mehr Grundtechniktraining... find ich aber auch besser so!
    Alexandra: Ja, es wurde mehr Grundtechnik und Sauberkeit trainiert. Die Choreos wurden im Vergleich zum letzten Jahr von den Figuren her etwas schneller gemacht. Aber es wurde auch einiges für die Kondition gemacht. Leider trainieren wir in einem relativ kleinen Raum, so dass wir selten auf Turniergröße trainieren können. Auch haben wir derzeit keine Hilfsmittel wie Bänke oder Matten zur Verfügung.
    Judith: Wir versuchen immer, an uns zu arbeiten, die Trainer wie die Mädels, was andere vormachen, versuchen wir für uns zu nutzen. Also schnelle Kicks, saubere Arme etc. Figuren oder Choreoelemente kommen von uns.
    Marcella: Ich finde wir tranieren härter, da jeder auf der DM tanzen will. Im großen und ganzen hat sich aber nicht wirklich etwas geändert.
    Martina: Ja, der Hauptbestandteil vom Training ist gleich geblieben, aber wir haben in letzter Zeit mehr für Kondition und Kraft getan.
    Stefanie: Direkt verändert vom Trainingsaufbau würde ich nicht sagen, aber jeder versucht sein Bestes zu zeigen und will dort zweimal auf die Bühne.

    Ihr habt auf der NDM 2009 einen hervorragenden 2. Platz ertanzt? Was ist Euer Ziel für die DM?

    Marcella: Wir werden, wie gesagt, unser bestes geben. Schön wäre natürlich Finale mit einem Träppchenplatz. Doch auch der 4. oder 5. Platz wäre gut.
    Alexandra: Ein Treppchenplatz. Wenn das nicht klappt, dann wollen wir zumindest so gut sein, dass wir die Nominierung für die WM in Schaffhausen am 14.11. bekommen. Dafür benötigen wir auf alle Fälle einen Platz unter den besten 4 Mädchenmannschaften.
    Martina: Das Ziel ist zufrieden vom „Platz“ zu gehen, weil man weiß, dass man sein bestes geben hat. Eine Platzierung sich als Ziel zu stecken ist schwierig. Wir wollen das Bestmöglichste rausholen und dass wir mit einem guten Ergebnis nach Hause fahren können. Ein Treppchenplatz wäre natürlich ein Traum!
    Stefanie: Unser Ziel ist es, ins Finale und an die vorderen Rängen ran zu kommen. Außerdem erhoffen wir uns, wenn unsere Leistung stimmt, eine Qualifikation zur WM 2009 in der Schweiz.
    Lisa: Finale und hoffentlich wieder ein Treppchenplatz.
    Judith: Die Qualifikation für die WM, außerdem eine ordentliche Leistung zeigen, hinter der wir uns nicht verstecken müssen. Einmal im Leben würden wir natürlich auch gern Deutscher Meister sein. 

    Was unterscheidet die Freedance Formation von einer „normalen“ Formation?

    Alexandra: Dass meist nur Mädchen in einer Formation tanzen. Die meisten Teams tanzen fast nur Einzelfiguren, d. h. es findet kaum ein Paartanz statt.
    Martina: Bis auf das wir keine Jungs haben, keinen.
    Judith: Naja, international gesehen, ganz eindeutig das Geschlecht, da heißt es ja auch Girls bzw Ladies Formation. Ansonsten natürlich das Fehlen großer Akrobatiken, bei uns gibt es einfach andere Kräfteverhältnisse. Allerdings wird dafür viel mehr Schwierigkeit in die Choreo gelegt.

    Ein paar abschließende Worte von Euch?

    Lisa: ... Rock´n´Roll ist und bleibt der beste Sport der Welt. 
    Marcella: Bitte Daumendrücken für die DM...
    Alexandra:Ich hoffe, dass wir mit der Vergabe der neuen Hallenzeiten bessere Hallen und mehr Trainingszeiten bekommen und dann auch dementsprechend besser und gezielter fürs nächste Jahr trainieren können. Den Mädels wünsche ich für die DM ein schönes, erfolgreiches und verletzungsfreis Turnier.
    Stefanie: Hoffentlich können wir unsere Ziele in dieser Saison verwirklichen. Also, denkt an uns am 02.10.2009!!!
    Judith: keep on rockin!!!

    Eine abschließende Frage an Alexandra und Judith, die mich besonders interessiert:

    Mädchen sind ja bekannt dafür, wie soll ich es sagen, \"schwierig\" zu sein. Trifft das bei Euch zu?

    Alexandra: Streit gibt es selten, hin und wieder wird mal ein wenig gezickt, aber ich denke, das ist bei einer gemischten Formation nicht anders.
    Judith: Wir sind ein Team, klar gibt es Meinungsverschiedenheiten, schließlich hat jeder ein Recht auf eine eigene Meinung, aber bisher haben wir es noch immer geschafft, uns zu einigen.


    Ich möchte mich nochmals bei Euch für die Zeit und Beantwortung der Fragen bedanken! Ich wünsche Euch gutes Gelingen auf der Deutschen Meisterschaft. Genießt die Zeit auf der Bühne!!!

    Marco


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